18. Mai 2017

ღ Jäckchen gehen immer ღ

Hallo ihr Lieben,

eigentlich hatte ich mir im Internet ein schönes Stöffchen bestellt um mir daraus nochmal meinen Blazer  zu nähen, das SM habe ich bereits abgeändert, so wie ich es gern hätte. Vorne die Rundungen raus und die Vorderteile etwas breiter, damit ich den Blazer auch zuknöpfen kann.
Leider war der vermeintlich schöne Stoff dann aber ganz anders als ich ihn mir vorgestellt hatte und nicht standhaft genug um ein Blazer zu werden.


Naja, lag er jetzt erstmal ein bisschen rum und sprach nicht mit mir, was er denn werden wollte. Ihr kennt das ja, nicht immer sprechen die Stoffe sofort mit mir *klick*
Heute auf dem Heimweg rief er mir schon entgegen: "Jetzt mach schon, ich weiß jetzt endlich, ich werde auch ein Jäckchen von Rosa P. aus dem Buch 1 Schnitt 4 Styles, aber bitte mit Kapuze, also etwas sportlicher."


Aus diesem tollen Buch habe ich das Jäcken schon in einigen Varianten genäht.
 "Ok", meinte ich, "dann möchte ich die Jacke aber diesmal füttern. haben wir denn auch einen schönen Futterstoff für dich?" Ähhhm ja, haben wir . . .  leider nur einen Meter aus dem geerbten Fundus meiner Mutter, na gut, das Ärmelfutter sieht ja niemand, dann nehmen wir da halt einen anderen Rest. Ich bin ja gar nicht so, hier bekommt jeder Stoff seine Chance




da ich mittlerweile so viele SM habe und gar nicht mehr nach DEM einen SM nähe, muss ich mir manche Dinge vorher gut überlegen, gelernte Schneiderinnen haben es da bestimmt leichter. Ich liege derweil entweder abends im Bett oder nachmittags wenns keiner sieht  eine halbe Stunde in der Sonne und denke darüber nach was ich gerne hätte, was ich schon einmal gesehen habe und was ich bereits nachgelesen habe. 

Diesmal traten folgende Fragen auf:
1. Bequemlichkeitsfalte im Futter-Rücken
2. Belege ans Futter nähen? also quasi eine Innenjacke nähen die aus Futter und Belegen besteht?
3. Beleg auch am Saum oder macht man das Futter bis unten?
4.wie das Futter innen an den Ärmelsäumen befestigen ?


zu 1. erledigt, kein Problem


zu 2. ich hab angeschnittene Belege gemacht und das Futter entsprechend kleiner.
(bei sowas fehlt mir doch eine Coverlockmaschine)


zu 3. - angeschnittener Beleg auch an der Kapuze (nennt man das da auch so?) (so eine Jacke wollte ich schon immer mal haben)
- Futter bis unten zum Saum


zu 4. kein Stoff mehr für Ärmel,der andere passte dann doch nicht richtig dazu, bekommt er halt ein andermal eine Chance.

Für schöne Covernähte fehlt mir leider wirklich ein Maschinchen, da hätte ich wirklich noch Spaß dran.


Die Knöpfe hab ich dann auch noch in der Knopf-Dose meiner Mutter gefunden, wobei ich mich nicht wundern würde, wenn die nicht sogar noch aus dem Fundus meiner Oma wären den meine Mutter schon von ihr "geerbt" hat.




Leider hatte ich nicht lange genug über alles nachgedacht, denn sonst wäre ich vorher auf die Idee gekommen, dass die Ärmel natürlich bei einem nicht dehnbaren Stoff zu eng sein werden. Grrrr.... was tun, Jacke in die Ecke werfen oder tricksen??
Jetzt bin ich schon so weit gekommen, da werd ich wohl lieber tricksen!
Also hab ich kurzerhand einen Keil reingenäht, merkt kein Mensch. 

Jetzt hab ich ein flottes Jäckchen, bin den doofen Stoff los und weiß bald nicht mehr, welche Jacke ich morgens zur Arbeit anziehen soll. 

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